Aus der Ferne kam ein weiterer Trupp. Doch anscheinend waren diese Krieger nicht so vorsichtig wie die anderen gewesen, welche mich aufgegriffen hatten. Sie hatten zwar ein erlegtes Tier dabei, doch auch Zwei verletzte Krieger. Einer der beiden verletzten Krieger humpelte doch sein rechtes Bein war voller Blut. Der andere der beiden verletzten wurde wie das tote Tier getragen, aber er lebte anscheinend noch.
Etwa Zehn Meter von mir entfernt saßen Drei kräftige Männer, welche bei dem Anblick aufsprangen und zu dem anderen Trupp liefen um Ihnen mit den Verletzten und der Jagdbeute zu helfen. Einer der Drei schrie etwas in eine andere Richtung. Weder konnte ich erkennen wem er da etwas zu rief noch konnte ich verstehen was es war, es klang aber sehr nach einem Befehl. Es war rege Betriebsamkeit in der Siedlung.
Aus der Ferne sah ich einen Mann in Richtung der Menge hasten. Er hatte ein sehr alt aussehendes Buch bei sich und mehrere Leder Beutel. Mit seinem Bart und der Kutte sah er aus wie ein Priester. Wir hatten in der Schule gelernt, dass die Menschen in der Vergangenheit, aus Angst vor dem Tot, ein unsichtbares allmächtiges Wesen verehrten und es sogenannte Priester gab die ungefähr so aussahen wie dieser Mann. Die Aufgabe der Priester war es dem Gott und den Menschen zu vermitteln. Anscheinend ist das der Priesterartige Mann der sogenannte "Wissensmann" wie die idioten ihn immer nennen und er scheint sich etwas in der Heilung von Wunden und Verletzungen zu verstehen. Leider hatte ich während der Vorbereitung auf den Flug nur die reguläre Medizin absolviert und nicht noch zusätzlich die improvisierte Medizin mit alltäglichen Mitteln. Doch dieser Dorfwissenschaftler, scheint mir mit meinem verletzten Fuß helfen zu können. Nach einer Analyse der Situation war ich mir sicher, dass der Fuß nicht gebrochen ist, jedoch desinfiziert und geschient werden sollte. Während ich darüber sinnierte ob der Dorfwissenschaftler mir mein Fuß wieder richten könnte, bemerke ich eine Gestalt um dich Ecke huschen. Anscheinend hat einer der drei Bewacher dieser Person Befehle zugerufen.
Es handelte sich um eine Frau. Sie schien etwa 161cm groß zu sein und war ca. 21 Jahre alt. Die Haare Schwarz und leicht gekräuselt. Doch Ihre Hautfarbe war etwas dunkler als alles was ich je zuvor gesehen habe. Auf der Von-Luschan Skala hat sie irgendwas zwischen 22 und 25. Das dunkelste in der alten Welt war 15. Abgelenkt durch den exotischen Teint und ihren Haselnußbraunen Augen vergaß ich völlig den Schmerz in meinem Fuß und den ganzen Trubel um die neu eingetroffene Truppe. Doch das Mädchen bemerkte schnell meinen aufdringlichen Blick und starrte böse zurück.
Völlig irritiert stammelte ich ein "Wie gehts" heraus, bis mir dann einfiel, dass diese Wilden mich nicht wirklich verstehen. Zu meinem erstaunen Antworte sie mit "besser als dir offensichtlich". Ich war irritiert und voller Freude zugleich. Zum einen gab es anscheinend unter den Wilden doch noch einige wenige Gebildete und zum anderen gehörte das Mädchen zu den Gescheiten. Eingeschüchtert von dem jungen Mädchen, versuchte ich neugierig wieder zu erspähen wie es den Neuankömmlingen erging. Doch da ich mit dem verletzen Fuß nicht aufstehen konnte, war es mir nicht möglich etwas zu erkennen. Die drei Krieger die das Mädchen hergerufen haben, waren anscheinend abgestellt worden mich zu bewachen und bemerkten schnell, dass ich mit dem Fuß keine wirkliche Gefahr darstellte und das ein Mädchen ausreichen sollte um mich im Zaun zu halten. Nach einer Weile wurde es wieder ruhig und der "Wissensmann" erschien aus einem der Häuser. Da fragte ich die schöne Frau wann denn der Wissensmann zu mir kommen wird und ob er vielleicht mein Fuß wieder heilen könnte. Während Sie zur Antwort ansetzte stand der Mann mit dem weißen Bart auch schon vor mir. Die Gesichtsbehaarung war sehr gepflegt und reichte Zwei handbreit unter das Kinn. Seine Kutte war ebenfalls sauber und nur etwas durch das frische Blut der beiden verletzten Krieger beschmutzt. Die Lederbeutel hingen über seine Schulter. Die Beutel waren braun und mit einer Schnurr zu gezurrt. Während er so selbstsicher vor mir stand wurde mir klar, dass er nicht einer der Idioten war und mit Sicherheit wie das hübsche Mädchen meine Sprache sprechen konnte. Er atmete tief durch und sagte mit einer tiefen und beruhigenden Stimme zu mir ...
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