Ich habe mehr zufällig am Wochenende wieder Axis & Allies gespielt. Eigentlich war paddeln geplant, aber das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. So habe ich eben das Brettspiel eingepackt. A&A zu spielen ist garnicht so einfach, denn wenn man eines mitbringen muss ist das Zeit. Man kann es sich wie Schach vorstellen. Nur das man vor jedem Zug noch sorgfältiger überlegen sollte was man tut, denn man hat eventuell nicht mehr als 4 und kann weitaus mehr falsch machen. So sitzt man sich also auf die Weltkarte starrend gegenüber und rechnet schonmal die möglichen Verluste der nächsten Runde durch. Wenn man gerade nicht daran verzweifelt in welche Einheiten man seine spärlichen Ressourcenpunkte verwenden sollte, sucht man die Stelle im Handbuch, die diese eine seltene Spielsituation beschreibt, die in 2 Zügen auftreten könnte. Am Ende dauert ein einziger Zug manchmal 30 Minuten und jede Runde besteht aus 5 Zügen - eine pro Partei. Da bleibt das Brett dann auch mal über Nacht stehen und es wird am nächsten Tag weitergespielt. Um dann das Spiel nach weiteren 4-5 Stunden abzubrechen, weil es im Prinzip entschieden ist. So wie dieses Mal.
Ich habe in letzter Zeit kaum noch Spaβ aus Videospielen ziehen können, aber diese 2 Abende waren super. Die Lust auf Videospiele kommt sicher wieder. Manchmal muss man eben ein wenig suchen bis man wiederfindet, was man gerade braucht. Das kostet vielleicht ein wenig Zeit. Oder auch eine Menge Zeit. Aber die muss man sich nehmen.